Berater im Fokus

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Apr.

Berater im Fokus

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3. April 2025

Die globalen Aktienmärkte sind uneinheitlich ins neue Jahr gestartet. Seit der Vereidigung von Donald Trump als Präsident der USA verliert die US-Börse kontinuierlich an Boden. Gleichzeitig entwickelt sich der Schweizer Aktienmarkt im Einklang mit dem Euroraum positiv. Dies, trotz der wiederholten erratischen Nachrichten aus dem Oval Office.

Geschätzte Leserinnen und Leser

Das erste Quartal liegt hinter uns und präsentiert sich aus Schweizer Sicht erfreulich, da unser heimischer Aktienmarkt gut mit den Märkten im Euroraum mithält und insgesamt Europa für einmal klar vor den USA liegt.
Analysten führen die Schwäche der US-Märkte auf die Unsicherheit im geopolitischen Umfeld sowie die anhaltenden Handelsstreitigkeiten zurück, während europäische und Schweizer Märkte von stabileren und leicht verbesserten wirtschaftlichen Aussichten profitieren.
Die in der Eurozone angedachten Stimulierungsmassnahmen und Staatsausgaben für Infrastrukturprojekte tragen massgeblich hierzu bei. Unklar bleibt jedoch, wie stark die angedrohten Zölle die globale Wirtschaft schädigen werden. Es ist denkbar, dass die USA im letzten Moment mit verschiedenen Ländern bilaterale Lösungen finden werden. So oder so wird das Preisniveau steigen, was sich in den ausgewiesenen Inflationszahlen widerspiegeln wird. Aktienanlagen, Gold und Schweizer Wohnimmobilienfonds erscheinen uns nach wie vor als attraktive Anlagemöglichkeiten. Auch Kryptoassets bieten nach dem Rücksetzer im ersten Quartal eine attraktive Einstiegsmöglichkeit.
Obligationen in Schweizer Franken bieten derzeit wieder eine leicht höhere Rendite, wobei der Anstieg der Rendite mit einem entsprechenden Preisrückgang verbunden war. Dennoch sind die nominalen Renditen sehr niedrig, was dazu führt, dass nach Abzug der Inflation und der Steuern auf die Couponzahlungen netto praktisch nichts übrigbleibt.
Das Jahr dürfte volatil weiter verlaufen, da Trump nach wie vor unberechenbar bleibt. Eine Deeskalation ist, nachdem die USA am 3.4.2025 tatsächlich überraschend hohe Zölle gegenüber nahezu allen Handelspartner verhängt hat, wenig wahrscheinlich.
Die neuen US-Zölle auf Schweizer Exporte in die USA liegen bei 31%. Allerdings wird ausgeklammert, dass rund 50 % der Schweizer Exporte in die USA aus der Pharmabranche stammen, die von den Zöllen nicht betroffen ist. Zyklische Unternehmen hingegen spüren die Auswirkungen deutlich. Doch auch hier gibt es Firmen, die bereits in den USA produzieren und verkaufen, wie etwa Nestlé. Auch werden Titel in Sippenhaft genommen wie beispielsweise Holcim, die ihren Zement lokal herstellen und auch verkaufen.
Diese Zölle sind deutlich höher als befürchtet. Allerdings hat Trump signalisiert, dass er offen für Verhandlungen ist. Letztlich treiben diese Massnahmen die USA an den Rand einer Rezession und lassen die Preise für Waren in den USA deutlich steigen.
Was die langfristigen Folgen sein werden, kann derzeit niemand genau vorhersagen. Wichtig ist, nicht in Panik zu verfallen. Unsere Portfolios sind insgesamt gut aufgestellt, da sich der der Schweizer Home Bias und die vorsichtige Titelselektion ausbezahlen wird.

Trotz Unsicherheiten an den Märkten haben die Anlagestrategien in unserem Vermögensverwaltungsmandat „Eccore“ eine positive Entwicklung vorzuweisen. Hier die Performance seit Jahresanfang:

25eccore             1.45%
50eccore             2.57%
75eccore             3.89%
100eccore           2.82%

Fazit:
👉 Für eine vertiefte Analyse ist es noch viel zu früh. Wichtig ist, nicht in Panik zu verkaufen. Allerdings ist es auch zu früh, blind den „Dip“ zu kaufen.

👉 Die Risiken für eine Rezession in den USA sind signifikant gestiegen. Die US-Indizes dürften heute die März-Tiefststände unterschreiten und damit offiziell in den Korrekturmodus eintreten.

Für weitere Auskünfte und Fragen stehen Ihnen meine Kollegen und ich gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns per E-Mail unter info@lienhardt-bern.ch oder telefonisch unter 031 399 31 11. Wir sind gerne für Sie da.

Beste Grüsse

Francesco Pantano

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